Homocystein

Um die optimale Funktion des Organismus zu gewährleisten sind viele, fein aufeinander abgestimmte biochemische Stoffwechselschritte und die Versorgung mit Vitaminen notwendig .

Die Eiweiss-Synthese ist besonders störanfällig. Gerät der Prozess ins Stocken, kann sich ein giftiges Zwischenprodukt anhäufen: das Homocystein. Für die schnelle Umwandlung in harmlose und wichtige Körperbausteine sind dann die Vitamine Folsäure, B6 und B12 unerlässlich.

5-10% der Bevölkerung und bis zu 40 Prozent der Patienten mit Gefäßerkrankungen haben zu viel Homocystein im Blut. Schädigung der Innenwände der Blutgefäße, Sklerose mit Elastizitätsverlust, Gefässverengung, Bildung von Blutgerinnseln können am Herzen zum Infarkt, am Gehirn zum Schlaganfall, in der Lunge zur Embolie führen. Jedes mmol/L Homocystein über 10 erhöht das Risiko um 6%.

Homocystein verdoppelt das Risiko für eine Alzheimer-Erkrankung. Stabilisierende Kollagen-Verbindungen im Knochen werden beeinträchtigt. Bei Schwangeren wird das Risiko für Neuralrohrdefekte höher.

Ein Homocystein-Überschuss lässt sich wie oben erwähnt zumeist leicht beheben – nämlich durch eine üppige Versorgung mit den drei Vitaminen Folsäure, B6 und B12. Grundlage der Behandlung ist eine gesunde, vitaminreiche Ernährung mit viel frischem Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Zusätzlich können Vitamine als Nahrungs-Ergänzung eingenommen/injiziert werden.

Das Arteriosklerose-Risiko sinkt jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht mehr ab, steigt jedoch auch nicht mehr an.

Vorschlag: wenn bei Ihnen Arteriosklerose, Osteoporose, verschlechterte Merkfähigkeit ohne andere Risikofaktoren festgestellt wurde, lohnt sich die Bestimmung von Homocystein.

Fragen Sie uns!

Ihr Dr. Haag